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Britta Haßelmann besucht den GWÖ-Infostand

Text: Chris Ludwig Bilder: Dominik Schnell

Gemeinsam Kräfte fürs Gemeinwohl bündeln

Grünen-Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann im Gespräch mit der Gemeinwohl-Ökonomie Bielefeld: Zusammen für eine gemeinwohlorientierte Wirtschaft eintreten

Bielefeld. „Die Orientierung am Gemeinwohl muss stärker im Mittelpunkt stehen.“ Diese Feststellung von der Grünen-Bundestagsabgeordneten Britta Haßelmann teilten alle Aktiven der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Regionalgruppe Bielefeld sowie einige Passant*innen am Samstagmittag am GWÖ-Infostand in der Niedernstraße. Doch wie können die Kräfte gebündelt werden, um Wirtschaft und Gesellschaft grundsätzlich zur Gemeinwohlorientierung zu bewegen? Über diese Frage sprachen Britta Haßelmann und der Grünen-Stadtratsmandatsträger Dominik Schnell am GWÖ-Infostand.

Im Rahmen ihrer Aktion „Lad Britta ein“ kamen Haßelmann und Schnell um 11 Uhr für zwei Stunden an den GWÖ-Infostand. Die Grünen haben sich maßgeblich dafür eingesetzt, dass die Gemeinwohlbilanzierung der Stadtverwaltung Bielefeld im Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und Linken verbindlich vereinbart wurde. „Wir schlagen vor, mit einer Sparte, etwa dem Umweltbetrieb, anzufangen und von dort aus positiv auf die weiteren Bereiche der Stadtverwaltung einzuwirken“, schlug Dominik Schnell vor, der im Gespräch die lokale Perspektive einbrachte. Er unterstrich, dass die Grünen in Bielefeld parteiübergreifend für die Gemeinwohl-Ökonomie eintreten. Britta Haßelmann ergänzte Grüne Aktivitäten aus dem Bundestag: „Wir haben zu allen Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen parlamentarische Debatten angestoßen. Die Koalition hat diese abgelehnt.“

Diese Grundproblematik wurde auch von einigen Passant*innen aufgegriffen. Offiziell werde stets das Gemeinwohl propagiert, in der konkreten Umsetzung hapere es aber oft und es werde an alten Gewohnheiten festgehalten. „Eine gezielte Ansprache von Unternehmensverbänden wie der IHK oder der WEGE in Bielefeld könnte zu Denk- und Handlungsanstößen führen. In diesen Vereinigungen gibt es Arbeitsbereiche für nachhaltige Entwicklung „, schlug Britta Haßelmann vor. Es gebe inzwischen viele Unternehmen, denen ökologisches und soziales Wirtschaften wichtig sei. Diese Gedanken sollten gebündelt und bekannt gemacht werden. „Audi will den Verbrennungsmotor abschaffen, Thyssen ist an Grünem Stahl interessiert – warum sollten nicht auch die Unternehmen vor Ort an einer zukunftsorientierten Ökonomie interessiert sein“, rief die Bundestagsabgeordnete dazu auf, eine neue Unternehmenskultur zu fördern.